Demokratische Alternative
Demokratische Alternative  

Nationalratswahl 2019:

 

Abschließendes Statement zum versuchten Antritt der DA:

 

Nein, wir haben es auch diesmal nicht auf den Wahlzettel geschafft - nicht bundesweit, auch nicht in einem Landeswahlkreis. Weil da viel zu wenige Unterstützungserklärungen waren, und keine Kandidatenbewerbungen.

 

Die Demokratische Alternative gratuliert den erfolgreicheren Sammlern von Unterstützungserklärungen, die es bundesweit oder für einige Länder auf den Stimmzettel geschafft haben. Starke Leistung! Wir wünschen diesen Parteien auch am Wahltag viel Erfolg.

 

Aber warum hat es zum Beispiel die Bierpartei (BPÖ) in Wien geschafft, nicht aber die DA? Geniert uns das nicht?

 

Aber nein!

 

Geschafft wurde das (Anm.: seitens der Bierpartei BPÖ) durch Freibier, das in drei Aktionen auf der Mariahilfer Straße verteilt wurde. Für jede Unterstützungserklärung gab‘s ein Krügerl. (Zitat Ende)

 

Und wir "kaufen uns" seitens der Demokratischen Alternative halt keine Stimmen - oder Unterstützungserklärungen. Nicht durch Freibier, Kugelschreiber, bunte Luftballons oder anderen Klimbim. Auch nicht bei Nationalratsabgeordneten. Wir kaufen nicht, schnorren nicht, betteln nicht, drangsalisieren nicht oder sonst etwas dergleichen.

 

Weil - unserer Meinung nach - in einer Demokratie die Entscheidung beim Volk liegen muss, ausschließlich und unbeeinflusst.

 

Wer so ein System wirklich implementieren möchte, der muss sich vor allem einmal selbst daran halten und die Entscheidung der Wähler als Tatsachenentscheidung respektieren. Wenn manchen Wählern z.B. ein Freibier wichtiger ist, als eine neue Verfassung und veränderte Spielregeln für die Politik, dann ist das halt so.

 

War es überhaupt sinnvoll, seitens der DA anzutreten?

 

Oh ja, denn wir sind weiter gewachsen (ein riesengroßes DANKESCHÖN allen Unterstützern!), haben neue Kontakte geknüpft, neue Verbündete gewonnen, unser Profil weiter schärfen und die Inhalte verdeutlichen können. 

 

Aber auch ganz klar: Wir sind immer noch weit, weit weg davon, diese Hürde für einen Einzug in ein Gremium zu überwinden.

 

Warum ist das so? Woran liegt es?

 

An den unfairen Bedingungen dafür auch, klar. Daran, dass diese Wahl überraschend kam und eine Vorbereitungszeit so gut wie nicht gegeben war ebenso. Gar keine Frage!

 

Aber es wäre unangebracht, die Ursachen lediglich dort zu suchen - und unehrlich. Das sind wir nicht. Denn zuallererst liegt es an uns selbst:

 

Wir sind eben immer noch eine Kleinpartei, haben kein Geld und keine prominenten Unterstützer. Daher ist das Potential bei einem alleinigen Antritt schon aufgrund der mangelnden Medienpräsenz weiterhin überschaubar.

 

Wir machen es uns selber aber auch zusätzlich wirklich schwer! Denn allein schon durch unsere anderen Aufbau und die völlig andere Arbeitsweise erzeugen wir Gewöhnungsbedarf.

 

Auch durch unsere Positionierung in der Mitte ist es schwieriger als für manche Mitbewerber. Das polarisiert nicht, regt nicht zur Emotion an. Über Hass - gegen wen auch immer - ließe sich viel leichter arbeiten. Inhalte und Sachlösungen sind im Vergleich dazu viel zu unsexy, staubtrocken, fad, anstrengend, und so weiter. Ja selbst jeder Blödel-Beitrag löst mehr an Response, Beiträgen und Verbreitung aus, als dieses "langweilige Geschreibsel".

 

Wir sind weder bunt noch schrill noch lustig, sarkastisch, besonders ins Auge stechend oder sonst etwas in der Art, wie die Großparteien punkten oder andere Mitbewerber mehr Bekanntheit erreichen.

 

Wir versuchen, langfristig WIRKLICH zu überzeugen und über diese Überzeugung weitere Verbreitung zu finden. Von einem Menschen zum nächsten, zum übernächsten und über-übernächsten. Das dauert eben.

 

Nur manchen leider auch zu lange (was für uns WIRKLICH ein Problem ist). Heutzutage ist für die meisten bloß der schnelle Erfolg ein Maßstab. Antreten, gewinnen, in die Gremien einziehen, Macht ausüben, .... fertig! Was soll man schon mit einer Gruppierung anfangen, die das nicht nur völlig anders sieht, sondern auch tatsächlich so lebt? 

 

Aber so sind wir halt - und werden das auch nicht ändern. Sonst wären wir nämlich auch bloß mehr vom Selben!

 

 

P.S.: Im Sinne des "in einer Demokratie muss die Entscheidung beim Volk liegen, ausschließlich und unbeeinflusst" gibt die DA natürlich auch KEINE WAHLEMPFEHLUNG ab. Machen Sie sich als Wähler selbst Ihr Bild zu ALLEN für Sie zur Wahl stehenden Parteien und Kandidaten - und treffen Sie Ihre Entscheidung. Unsere einzige Bitte: GEHEN SIE WÄHLEN!

 

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